Das Gebiet Chania im Westen der Insel Kreta, zwischen Rethimno im Osten, dem Kretischen Meer im Norden und Westen und dem Libyschen Meer (Süd Kretisches Meer) im Süden, ist eine der vier regionalen Einheiten der Insel Kreta und umfasst die neben den Inseln Gavdos und Gavdopoula auch die Inseln Elafonisi, Souda, Prasonisi und andere Felseninseln in Küstennähe. Hauptstadt ist Chania mit ca. 160.000 Einwohnern, zweitgrößte Stadt ist Souda mit Ihrem Hafen an der tiefen Souda Bucht gelegen. Chania ist der Ausgangspunkt für eine Wanderung durch die Samaria Schlucht.
Das Gebiet Chania besitzt eine rund 350 km lange Küste und mehr als 50 Strände. Hier liegen einige der exotischsten Strände Griechenlands. Die kilometerlangen, flach abfallenden Sandstrände an der nordwestlichen Küste – zwischen Chania und Kolymvari, bei Aghia Marina, Platanias, Maleme und Kolymvari sowie östlich von Chania bei Georgioupoli – verfügen über eine sehr gute touristische Infrastruktur. Auf der Halbinsel Akrotiri, nordöstlich von Chania, liegen geschützte Buchten mit wunderschönen Sandstränden wie Kalathtas und Stavros. Westlich von Chania und Kolymvari, auf der Landzunge Gramvousa, befinden sich einige der berühmtesten Strände Griechenlands. Der Strand Balos beeindruckt mit weiß-rosa Sand und einer türkisfarbenen Lagune. Weiter südlich liegt der exotische Falasarna-Strand, bekannt für seinen weißen Sand und glasklares Wasser. Im Südwesten Chanias befinden sich Elafonisi und Palaiochora, zwei der abgelegensten und schönsten Strände Kretas.
Chania ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region und die zweitgrößte Stadt Kretas. Sie liegt an der nordwestlichen Küste und war bereits in der minoischen Zeit besiedelt. Die Venezianer errichteten eine Festung sowie einen Hafen und nannten die Stadt Candia. Der Mittelpunkt der heutigen Stadt ist der kreisförmige Hafen, umgeben von einer Promenade mit zahlreichen Cafés, Tavernen und schönen Häuserfassaden. Die Altstadt besteht aus verwinkelten Gassen, venezianischen Villen und kleinen Plätzen – Spuren der Römer, Byzantiner, Venezianer, Franken und Osmanen. Die Stadt ist von einer venezianischen Festungsmauer umgeben. Am Hafen befinden sich die historischen Lagerhallen sowie die Kirchen San Roco und San Nicola, die aus venezianischer Zeit stammen. Die ehemalige Moschee am Hafen dient heute als Ausstellungsraum. Die Markthallen von Chania, nach dem Vorbild der Hallen von Marseille erbaut, sind ein lebendiger Einkaufsmarkt und bieten einen authentischen Einblick in die kretische Lebensweise. Das Viertel Topanas, westlich des Hafens, sowie das angrenzende jüdische Viertel Evraiki Sinikia haben bis heute ihren historischen Charme bewahrt. In restaurierten Palazzi und Villen befinden sich heute Boutique-Hotels. Vom Profites-Hügel oberhalb der Stadt hat man einen wunderschönen Blick auf Chania, die Küstenebene und die Berge Westkretas. Hier liegen die Gräber der bedeutenden Politiker Eleftherios und Sofoklis Venizelos.
Das Museum liegt im historischen Stadtteil Chalepa. Es ist ein modernes, symbolträchtiges Bauwerk mit Panoramablick auf die Altstadt und das Meer. Die ständige Sammlung präsentiert das reiche archäologische Erbe der Region – von den frühesten menschlichen Spuren über prähistorische Siedlungen bis zu historischen Städten. Link: https://amch.gr/en/
Nördlich von Chania liegt die Halbinsel Akrotiri mit ihren Sandbuchten, kleinen Küstensiedlungen und dem Berg Stavros. Hier wurde 1964 der Film Zorba the Greek gedreht, nach dem weltberühmten Roman Alexis Sorbas von Nikos Kazantzakis. Die Filmmusik von Mikis Theodorakis – der „Sirtaki“ – ist weltweit bekannt. Sehenswert sind die Klöster Aghia Triada, Gouverneto und Katholiko aus dem 16. und 17. Jahrhundert, wunderschön gelegen im Nordosten der Halbinsel
Der Kournas-See, östlich von Chania und nahe an der Grenze zur Präfektur Rethimno, ist von Hügeln umgeben und liegt unweit der Küste. Er wird im Winter von Quellen aus dem Gebirge gespeist und fällt im Sommer teilweise trocken. Der See steht unter Natura-2000-Schutz und beherbergt zahlreiche Vogelarten und andere Tiere.
Die Samaria-Schlucht gilt als längste Schlucht Europas. Sie ist 18 km lang und führt von 1.250 m Höhe im Gebirge der Weißen Berge bis hinunter zum Meer. An ihrer schmalsten Stelle misst sie nur 3 m. Die Wanderung dauert etwa 4–6 Stunden. Die Schlucht ist wegen der Schneeschmelze bis Mitte April geschlossen und von 1. Mai bis 31. Oktober geöffnet. Informationen zur Vorbereitung: https://www.samaria.gr/
Agia Roumeli ist ein kleiner Küstenort am Libyschen Meer und das Ziel vieler Wanderer, die die Samaria-Schlucht durchquert haben. Von hier fahren Boote nach Loutro und Hora Sfakion. Die antike Stätte Tara liegt auf einem Hügel östlich des Ortes. Funde sind im Archäologischen Museum von Chania ausgestellt. Agia Roumeli besitzt außerdem mehrere byzantinische Kirchen wie Panagia, Agia Triada und Agios Pavlos. Nach der Wanderung ist der Strand von Agia Roumeli ein absolutes Highlight.
Loutro ist nur per Boot von Agia Roumeli oder Hora Sfakion erreichbar. Es ist ein idyllisches, autofreies Küstendorf und Ankunftsort vieler Samaria-Wanderer.
Westlich von Chania und Kissamos erstreckt sich die Halbinsel Gramvousa mit einer venezianischen Festungsanlage und dem berühmten Strand Balos – bekannt für warmes Wasser, weißen Sand und eine türkisfarbene Lagune. Boote fahren täglich von Kissamos aus.
Der Strand Falasarna, rund 50 km westlich von Chania, besteht aus fünf durch Dünen und Felsen getrennten Stränden. Der bekannteste ist Pachia Ammos, ein breiter Sandstrand mit imposanter Kulisse und traumhaften Sonnenuntergängen.
Elafonisi liegt 80 km südwestlich von Chania. Die längliche Halbinsel ist durch einen flachen Kanal vom Festland getrennt und bietet türkisfarbene Buchten und rosafarbenen Sand. Östlich davon liegt ein beeindruckender Zedernwald, der bis ans Meer reicht.
Aptera zählt zu den bedeutendsten Stadtstaaten des antiken Kretas. Die Ruinen liegen etwa 15 km östlich von Chania auf einer Anhöhe mit Blick auf die Souda-Bucht. In der Antike kontrollierte Aptera die Häfen Minoa (heute Marathi) und Kissamos, was der Stadt großen Wohlstand brachte. Die Spuren stammen aus der minoischen, hellenistischen und römischen Zeit. Zu den Ausgrabungen gehören imposante Stadtmauern, römische Zisternen, ein antikes Theater und eine Nekropole.
Hinweis
Aktuell vermitteln wir keine Ferienhäuser und Ferienwohnungen in der Region Chania. Wir empfehlen stattdessen unsere Unterkünfte im Gebiet Rethimno – an der Nordküste bei Sfakaki sowie an der Südküste bei Triopetra.
Wir kennen alle Ferienhäuser persönlich und beraten Sie gerne.
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